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Zwei wegweisende Open Access Initiativen

Science Europe definiert neue erweiterte Prinzipien für Open Access

(Brüssel, 27. April 2015) Die General Assembly von Science Europe, die 50 führende europäische Forschungs- und Förderorganisationen vereinigt, hat bei ihrem letzten Treffen am 15. April in Wien neue Open Access Publisher Services verabschiedet.

Die neuen Prinzipien formulieren Minimalstandards von Serviceleistungen an die Wissenschaftsverlage und sollen helfen, die wissenschaftliche und technische Qualität sowie die Kosteneffizienz in allen Disziplinen zu steigern.

Die Prinzipien wurden von einer vom FWF koordinierten Task Force der Arbeitsgruppe Open Access to Scientific Publication entwickelt. Sie ergänzen die im April 2013 verabschiedeten Principles on the Transition to Open Access to Research Publications.

>> Zu den Prinzipien (PDF)


Max Planck Gesellschaft stellt konkrete Umstiegsszenarien auf Open Access vor

(München, 28. April 2015) Im August 2013 hatte der damalige Präsident Christoph Kratky im Namen des FWF in NATURE darauf hingewiesen, dass ein Umstieg des wissenschaftlichen Publikationssystems auf Open Access nur dann gelingen wird, wenn es zu einer stärkeren grenzüberschreitenden Kooperation kommt, und dass es für die Wissenschaft umso billiger wird, je schneller sich der Prozess vollzieht.

Die Max Planck Gesellschaft hat nun einen empirisch gestützten Vorschlag vorgelegt, dem u.a. auch Daten zu den Publikationskosten des FWF zugrunde lagen. Die Studie zeigt, dass ein Umstieg von Subskription auf Open Access nicht nur kostenneutral sondern sogar mit Einsparungen bewältigt werden kann. Voraussetzung dafür wird sein, eine internationale Koalition von Partnern zu organisieren, die bereit sind, solche Bedingungen mit den großen Wissenschaftsverlagen auszuhandeln.

Der Vorschlag wird nicht nur von der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen unterstützt, es steht auch zu vermuten, dass viele andere führende Wissenschaftsnationen, die sich ähnliche Ziele gesetzt haben (wie UK, NOR, SWE, DEN), daran Interesse finden werden. Forciert werden soll der Diskussionsprozess auf einer Konferenz im Herbst in Berlin und durch die niederländische EU-Präsidentschaft 2016, die Open Access als Prioritätsthema angekündigt hat.

Auch Österreich hat sich bisher in dieser Frage als potentieller Partner gut positioniert, weil es in einer engen Kooperation zwischen Bibliothekenkonsortium (KEMÖ), UNIKO, BMWFW und FWF gelungen ist, weltweit erste kleinere Open Access Abkommen mit Wissenschaftsverlagen zu schließen.

>> Pressemeldung der Max Planck Gesellschaft in Deutsch

>> Press release of the Max Planck Society in English


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Open Access Netzwerk Austria

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